Ses Salines ist das Dorf, das viele Touristen verpassen, weil sie direkt zur Colònia de Sant Jordi durchfahren. Schade, denn das Dorf ist der angenehmere Aufenthaltsort. Im Zentrum steht die Kirche Sant Bartomeu von 1894, ein massiver Bau für ein 5.000-Seelen-Dorf, und der Glockenturm ist von überall sichtbar. Drumherum: alte Steinhäuser mit grünen Fensterläden, schmale Gassen, und tatsächlich auffällig viele Katzen die in der Mittagssonne dösen.
Zum Essen gibt es zwei Optionen die ich kenne. Cassai am Dorfrand in einem 300 Jahre alten Patio-Haus, eher schick, gut für ein langes Abendessen mit Wein. Sa Plaça direkt am Platz, einfacher, mallorquinisch, gut für Mittag. Beide kein Geheimtipp, beide solide.
Was Ses Salines unterscheidet von Santanyí oder der Colònia: es ist kein Touristenort. Im Sommer kommen Tagesausflügler durch, im Winter ist es leer. Die Salinen selbst (Llevant-Salinen) liegen 4 km südlich Richtung Strand und sind das, was dem Dorf den Namen gibt. Wenn du dort gerade bist, fahr die Strasse Richtung Botanicactus runter, ein privater Kakteengarten mit 12.000 Pflanzen, der erste Kaktus im Eingang ist 300 Jahre alt.
Zum Übernachten ein gutes Hotel: Hotel Can Bonico im Dorfzentrum, in einem alten Herrenhaus, kleines Pool im Patio. Wenn du keinen Strand-Anschluss brauchst und ein paar ruhige Tage willst, ist das eine bessere Basis als die Hotels in der Colònia.



