Sa Ràpita gehört zur Gemeinde Campos und ist der westliche Zugang zu Es Trenc, die meisten Touristen fahren stattdessen zum östlichen Zugang in Ses Covetes, ein Fehler. Vom Sa-Ràpita-Parkplatz läufst du 10 Minuten den Dünenpfad entlang und stehst am ruhigsten Ende von Es Trenc, wo es kaum Sonnenschirme gibt. Das ist meine bevorzugte Anfahrt.
Das Dorf selbst hat etwa 900 Einwohner, gehört zur Gemeinde Campos. Was es sympathisch macht: keine Hotel-Hochhäuser, kein Mietwagen-Geschäft, keine Mc Donald's. Stattdessen Reihen-Bungalows der Einheimischen, ein paar Restaurants am Hafen, ein Tante-Emma-Laden, ein Bäcker. Im August voll mit Mallorquinern aus Palma die hier ihr Sommerhaus haben. Ausländer sieht man wenig.
Der Club Nàutic Sa Ràpita ist eine 1970 gegründete Marina mit 475 Liegeplätzen für Boote bis 20 Meter, vergleichsweise unspektakulär aber funktional. Wer Boot fahren will und nicht in Port d'Andratx oder Palma will, kommt hier hin. Die Restaurants direkt am Hafen sind ok, nicht hochpreisig, der Geheimtipp ist eher zu Mittag, frische Tintenfisch-Tapas und kaltes Bier auf der Terrasse.
Was du nicht erwarten solltest: Nachtleben oder Shopping. Nach 22 Uhr ist Sa Ràpita stillgelegt. Wer das mag, bucht ein kleines Haus für eine Woche und nutzt es als ruhige Basis, Es Trenc um die Ecke, Colònia de Sant Jordi 15 Minuten östlich, Santanyí 25 Minuten östlich, Palma 35 Minuten westlich. Alles erreichbar, nichts aufdringlich.



